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Technik

Beweisbeschlüsse strukturiert auswerten: Was KI heute schon kann

Der Beweisbeschluss ist das zentrale Dokument jedes gerichtlichen Gutachtenauftrags. KI-Systeme können dieses Dokument heute automatisch analysieren, Beweisfragen extrahieren und eine vollständige Gutachtenstruktur daraus ableiten.

Was ist ein Beweisbeschluss — und warum ist er so wichtig?

Ein Beweisbeschluss ist die gerichtliche Anordnung, durch die ein Sachverständiger mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt wird. Er enthält die Beweisfragen, die der Sachverständige zu beantworten hat, Angaben zu den Parteien und zum Streitgegenstand sowie Hinweise auf bereits vorliegende Unterlagen. Das Gutachten muss die Beweisfragen vollständig und in der vorgegebenen Struktur beantworten — abweichende Gliederungen führen zu Rückfragen oder Ergänzungsaufträgen.

Die manuelle Übertragung eines Beweisbeschlusses in eine Gutachtenstruktur ist fehleranfällig und zeitaufwendig. Bei komplexen Verfahren mit zehn oder mehr Beweisfragen dauert allein dieser Schritt eine Stunde oder länger.

Wie KI den Beweisbeschluss auswertet

Moderne KI-Systeme analysieren den hochgeladenen Beweisbeschluss als PDF und extrahieren automatisch alle relevanten Informationen: die einzelnen Beweisfragen mit ihren Nummerierungen, die Parteibezeichnungen mit Klägern und Beklagten, Angaben zum Streitgegenstand und zum Objekt sowie Hinweise auf beizuziehende Unterlagen.

Im Gutachten Assistenten entsteht daraus automatisch die vollständige Gutachtenstruktur: für jede Beweisfrage werden Felder für Behauptung, Hinweis und Feststellungen angelegt. Der Sachverständige beginnt direkt mit der inhaltlichen Arbeit — das strukturelle Gerüst ist bereits vorhanden.

18 Beweisfragen — strukturiert und vollständig

In der Praxis enthalten gerichtliche Beweisbeschlüsse im Bauwesen typischerweise zwischen fünf und zwanzig Beweisfragen. Der Gutachten Assistent unterstützt bis zu 18 Beweisfragen pro Fall — jede mit eigenem Editor für Behauptung, Hinweis und Feststellungen. Unterbeweisfragen wie BF1a bis BF1f werden gesondert geführt und beim Export korrekt in die Gutachtenstruktur eingebettet.

Das verhindert einen der häufigsten Fehler in der Gutachtenpraxis: die unvollständige Beantwortung einzelner Beweisfragen. Das System zeigt auf einen Blick, welche Fragen bereits bearbeitet sind und welche noch offen stehen.

Grenzen und Verantwortung

KI-Systeme können den Beweisbeschluss analysieren und strukturieren — die fachliche Bewertung liegt jedoch immer beim Sachverständigen. Das ist kein Manko, sondern das Grundprinzip eines verantwortungsvollen KI-Einsatzes. Die Technologie übernimmt die Routinearbeit; der Experte übernimmt die Verantwortung für Inhalt und Schlussfolgerungen.

Das entspricht auch den Anforderungen des EU AI Acts, der für Hochrisikoanwendungen im Rechtsbereich eine menschliche Aufsicht und Kontrollmöglichkeit vorschreibt. Der Gutachten Assistent ist von Grund auf nach diesem Prinzip gebaut.

Fazit

Die automatische Auswertung von Beweisbeschlüssen ist eine der wirkungsvollsten Anwendungen von KI im Gutachtenwesen. Sie eliminiert einen der fehleranfälligsten und zeitaufwendigsten Schritte im gesamten Workflow — und gibt dem Sachverständigen von Anfang an eine saubere, vollständige Struktur für seine Arbeit.

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